Solidarisch für die Befreihung aller!
Am 11. Oktober 2025 waren Tausende in Bern für die Demo «2 Jahre Genozid, 100 Jahre Widerstand», um laut und unmissverständlich ein sofortiges Ende des Genozids und Freiheit und Selbstbestimmung für das palästinensische Volk zu fordern.
Die Demonstration zeigte die Komplizenschaft der Schweiz in diesem Völkermord und ihre Verstrickung in die imperialistische Ordnung auf.
Die Reaktion des Staates: Knüppel, Gas und Gummischrot. Der Angriff auf die Solidaritäts-bewegung wurde danach in quasi allen bekannten Medien fortgesetzt.
Echter Frieden. Kein Schritt zurück!
Am 09. Oktober wurde ein Waffenstillstand verkündet, einen Waffenstillstand, den Israel seither kontinuierlich bricht. Massive und flächendeckende Luftangriffe, blockierte Hilfs-güter, und Ermordung von Dutzenden Palästinenser:innen.
Egal ob Waffenstillstand oder nicht.
Es ist klar: Der Kampf für die Selbstbestimmung und Freiheit aller Menschen, from the river to the sea, muss weitergehen!
Wir lassen uns nicht spalten!
Der Versuch, uns in «gute» und «böse» Demonstrierende zu spalten ist altbekannt.
Gewisse verurteilen die Formen des Widerstands der einen und loben die anderen. Die Ziele seien ja verständlich, aber sicherlich nicht auf diese Weise zu erreichen.
Andere verurteilen den Inhalt der Forderungen, um sie gegen die anderen auszuspielen.
Im Sinne von: «Wie könnt ihr nur mit denen an die Demo gehen?»
Wir bleiben solidarisch und halten zueinander, weil wir wissen, dass unsere Gemeinsamkeiten in diesem Kampf ausschlaggebend sind, nicht unsere Unterschiede.
Unsere Stärke ist unsere Einheit!
Freiheit wird erkämpft, nicht geschenkt.
Die Geschichte unzähliger Emanzipations-bewegungen hat es uns gezeigt. Die Herrschenden haben kein Interesse an Veränderung.
Sie brauchen die Unterdrückung, Ausbeutung und Kriege, um ihre Macht- und Profitinteressen zu sichern.
Die globale Solidaritätsbewegung hat über die letzten zwei Jahre immer wieder eindrücklich gezeigt, dass sie das verstanden hat.
Aber die letzten zwei Jahre haben auch gezeigt, dass dieser Druck noch lange nicht ausreicht.
Der Kampf für ein befreites Palästina hat nicht erst mit diesem Genozid begonnen und wird nicht hier enden. Echte Gerechtigkeit wird von unten erzwungen.
La violence est le choix de l’oppreseur! - Die Gewalt ist die Wahl der Unterdrückenden!
Die moralische Entrüstung über zerbrochene Scheiben an Demos verschleiert die gewalttätigen kapitalistischen Verhältnisse.
Verhältnisse, in denen Profite aus Kriegs-exporten und der daraus folgende Tod und das Leid tausender Menschen normal sind.
Wir stellen klar: Die Gewalt geht von einem System aus, das einen Völkermord aktiv unterstützt und davon profitiert. Unsere legitime Wut ist eine Antwort darauf und findet ihren Ausdruck mitunter auf der Strasse.
Wir sind erst frei, wenn alle frei sind!
Heute geben die Kapitalinteressen den Verlauf der Geschichte vor. Das Kapital macht die einen zu Herrschern über die Welt, während die anderen für ihr Überleben Schuften.
Organisieren wir uns für eine Zukunft, die wir bewusst und kollektiv gestalten.
Kämpfen wir hier im imperialistischen Zentrum als Teil einer globalen Bewegung für Gerechtigkeit und die Abschaffung der Klassengesellschaft.
Kein Frieden, mit denen, die am Krieg verdienen.
Nous sommes tous les enfants de Gaza.
Free Palestine!